Digitalisierung braucht Offenheit und Standards

Digitalisierung braucht Offenheit und Standards

Was wäre, wenn MP3 nicht offengelegt worden wäre oder Android nicht auf Linux basieren würde? Die Digitalisierung der Musik- und Telekommunikationsbranche hätte sich sicherlich anders entwickelt.

Status quo in mittelständischen Unternehmen

Wie sieht es aktuell in kleinen und mittleren Unternehmen aus? Zeiterfassung mit Terminals und mitgelieferter Software, Buchungen im Buchhaltungssystem des Steuerberaters, Auftrags- und Rechnungswesen mit Office-Programmen, Bestandsführung und Produktionssteuerung mit Tabellenkalkulation. Das sind gute Beispiele für digitale Tools, aber noch lange nicht für eine durchgängige Digitalisierung (auch nachzulesen in der “Momentaufnahme Industrie 4.0“).

Das Problem von diesen Insellösungen ist nicht nur die fehlende technische Integration und damit einhergehend der hohe manuelle Aufwand für die Datenpflege. Insellösungen sind auch aus organisatorischer Sicht eher Hindernisse als Befähiger der Digitalisierung. So sind in der mittelständischen Unternehmenspraxis oft nur bestimmte Personen mit der Bedienung und Pflege eines Systems betraut. Die Abteilungsgrenzen manifestieren sich durch die Nutzung von Insellösungen. Prozessverbesserungen lassen sich nur schwer umsetzen.

Digitalisierung ist mehr als Technik

Natürlich wird es nie die Komplettlösung geben, die alle notwendigen Tools durch ein einziges System ersetzt. ODION setzt deshalb auf Open Source und offene Standards (vgl. Systemintegration von ODION). Dadurch gelingt eine horizontale Integration mit “benachbarten” Anwendungen wie auch eine tiefe Integration der technischen Unternehmensebenen. Warum gelingt dies mit Open Source und Standards besser? Im Gegensatz zu geschlossenen, proprietären Systemen ist bekannt und transparent, wie Anwendungen miteinander kommunizieren können bzw. wie Schnittstellen aussehen müssen, damit Digitalisierung nicht in Mehrarbeit mündet.

Angenehmer Nebeneffekt: Offene Systeme und standardisierte Schnittstellen sind flexibel bei Prozessverbesserungen oder organisatorischen Änderungen und fördern die Unabhängigkeit von einzelnen Lösungen. So geht Digitalisierung mit Leichtigkeit und verkommt nicht zu einer technischen “Tool-Schlacht”. Denn letztlich sollte Digitalisierung nicht ein technisch getriebenes Vorhaben sein, sondern sich unter Zuhilfenahme von Technik auf Strategie, Organisation und Abläufe konzentrieren.